Ansatz

Das Projekt hat die Thematisierung von Alltagsrassismus sowie einen bedarfsorientierten Umgang damit zum Ziel. Wir wollen zeigen und besprechen was Betroffene erleben, was Außenstehende beobachten und vor allem: was in alltagsrassistischen Situationen Hilfreiches getan werden kann! Dafür knüpfen wir an dem Bedarf von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an.

Wir vertreten einen Ansatz der Partizipation:

Jugendliche und junge Erwachsene werden im Drehen von KurzFilmen über ihre erlebten Situationen des Alltagsrassismus, unterstützt.
In Workshops entwickeln engagierte Jugendliche Handlungsmöglichkeiten, um in rassistischen Situationen weder in die Rolle des Opfer gedrängt zu werden noch die des stillen Zuschauenden einzunehmen. Jene Situationen in Verbindung mit entwickelten Handlungsstrategien werden in KurzFilmen gezeigt. Die Filme werden in den Social Media veröffentlicht und verbreitet. Das regt andere junge Menschen an, in ihrem Alltag selbst aktiv zu werden und couragiert zu handeln (peer-to-peer-Effekt).

Eine weitergehende Teilhabe ist perspektivisch in Form einer Teamer*innen-Ausbildung geplant. Hierin wollen wir Jugendliche und junge Erwachsenen darin stärken selbst Film-WS anzuleiten und auf diese Weise in die politische Bildungsarbeit einzusteigen. In Tandems besteht anschließend die Möglichkeit sich selbst in Film-WSs zu erproben.

Wir arbeiten eng mit unseren Kooperationspartner*innen zusammen:

neben der Bereicherung des Projekts über eine Perspektivenvielfalt sehen wir Netzwerkarbeit u.a. als wichtiges Element im Kampf gegen sozialer Ungleichheit und rassistische Strukturen.

Wir bieten freien Zugang zu Wissen:

neben der Veröffentlichung eigener Produtionen, welche auf eine weitergehende Stärkung zu couragiertem Handeln und Umgang mit Rassismus zielt, wollen wir u.a. beratend wirken. Über angebotene Fortbildungen und Workshops stellen wir unsere Empfehlungen zu weiterführenden Materialien zur Verfügung.

Wir vertreten einen rassismus- und machtkitischen Ansatz:

wir möchten mit dem Projekt der gängigen Dethematisierung von Rassismus entgegen wirken.
Dabei erkennen wir Rassismus nicht als Problem von rechten Randgruppen sondern als strukturelles, gesellschaftliches Problem an. Das Konstrukt Rassismus betrachten wir als mit dem Kolonialismus und wiederkehrenden Strukturen und Verhältnissen verwoben, weswegen wir ebenso unsere eigene priviligierte Position, unser Handeln als Weiße Trainer*innen, immer wieder reflektieren.

Wir legen Wert auf eine gendergerechte und rassismussensiblen Sprache:

„Geschlecht“ ist eine Kategorie über die immer wieder Ausschlüsse produziert werden. Da über Sprache diese immer wieder reproduziert und somit stabilisiert werden orientieren wir uns an einer gendergerechten sowie rassismussensiblen Sprache.