Kunstaktionen zum Thema Diskriminierung und Vielfalt

Aida Zahirovic, die bei uns einen Freiwilligendienst absolviert hat, hat Plakate und Wandbilder entworfen zum Thema Diskriminierung und Vielfalt. In der Freiraumgalerie und bei Dornrosa e.V. fanden wir Orte, wo wir sie aufhängen konnten. Die Wand stellte uns das das SCHIRM-Projekt der Jugendwerkstatt „Frohe Zukunft“ zur Verfügung. Danke dafür!

Hier ist auch der Link dazu auf unserer „Film ab – Mut an!“-Facebookseite.
Poster aufhängen in der Freiraumgalerie in Halle:

             

… und bei Dornrosa e.V.

Wandbild beim SCHIRM-Projekt:

 

Und das sagt Aida über ihre Kunstaktion:

„I am Aida Zahirovic, a 20 year old bosnian girl who spent a year living in Halle as a part of the volunteering service in Friedenskreis. I have been doing art my whole life, mostly for myself, trying to capture the emotion and faces of people who have influenced me during my life. I would say that my art is a question rather than an answer. An everlasting question – whether my art gives the weight and purpose to my existence or it is the other way around. The poster project that you have a chance to see was a small but intense project. I have never used my art for political purposes like this and I was challenged. These posters are raw pain, a story, a scream, a hope. I wanted to create something honest and   from my personal experience that won‘t only look pretty but will leave a mark on a person.
I used to believe that my body is the only thing that nobody could ever take away from me and I was wrong. Take whatever you need from this project, see it is a sign, an empowerment, compassion and remember to stay safe and stay aware.

Ich bin Aida Zahirovic, 20 Jahre alt und aus Bosnien, und habe das letzte Jahr im Rahmen eines Freiwilligendienstes am Friedenskreis e.V. in Halle verbracht. Ich habe mein ganzes Leben lang Kunst gemacht, meistens für mich selbst, und versucht, Emotionen und Gesichter von Menschen festzuhalten, die mich in meinem Leben beeinflusst haben. Ich würde sagen, dass meine Kunst eher eine Frage als eine Antwort ist. Die immerwährende Frage ist dabei, ob meine Kunst meiner Existenz Gewicht und Sinnhaftigkeit gibt oder anders herum.
Das Posterprojekt, was ihr hier seht, war ein kleines aber intensives Projekt. Ich habe meine Kunst bisher nicht zur Aussage politischer Themen genutzt und wurde damit herausgefordert. Die Poster sind roher Schmerz, eine Geschichte, ein Schrei, Hoffnung. Ich wollte etwas Ehrliches kreieren, was Teil meiner persönlichen Erfahrungen ist und was nicht nur schön aussieht sondern bei den Menschen etwas hinterlässt.
Ich glaubte, dass mein Körper das einzige ist, was mir niemand wegnehmen kann. Aber damit lag ich falsch. Nimm was du brauchst von diesem Projekt, versteh es als ein Zeichen, als Ermächtigung, als Leidenschaft und denke daran: stay safe and stay aware!“